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Beuth würdigt scheidenden Polizeipräsidenten und seinen Nachfolger

Polizei Beuth würdigt scheidenden Polizeipräsidenten und seinen Nachfolger

Innenminister Peter Beuth (CDU) hat die Arbeit des scheidenden Frankfurter Polizeipräsidenten Achim Thiel für die Bürger und die rund 3700 Mitarbeiter des größten hessischen Präsidiums gewürdigt.

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Nachfolger Bereswill (l) übergibt Thiel (r) ein Geschenk.

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. "Sie haben sich um die Bekämpfung der Kriminalität in Hessen und in Frankfurt sehr verdient gemacht", sagte Beuth am Dienstag im Frankfurter Polizeipräsidium vor zahlreichen Prominenten aus Justiz, Polizei und Stadt sowie Thiels Familie.

Die Aufklärungsquote sei in der neunjährigen Amtszeit Thiels um 6,3 Prozentpunkte auf mehr als 60 Prozent gestiegen und die Zahl der Straftaten sowie der Opfer deutlich zurückgegangen.

Der 62 Jahre alte Jurist Thiel geht Ende August aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Nachfolger wird sein bisheriger Vertreter Gerhard Bereswill. Den 57-Jährigen würdigte Beuth als einen besonnenen, erfahrenen, engagierten und qualifizierten Polizisten, der die Behörde und ihre Aufgaben sehr gut kenne und sie in Abwesenheit Thiels bereits geleitet habe.

Den Kampf gegen die "menschenverachtenden Übeltäter", die sich dem Salafismus nahe fühlten, nannte Thiel in seiner Abschiedsrede eine besondere Herausforderung. Die Polizei müsse dabei Mut beweisen und zum Schutz der Bürger neue Ideen entwickeln. Der Schlüssel sei die Prävention. Sportvereine, kommunale Einrichtungen und Schulen müssten sich um junge Menschen kümmern und sie nicht mit Ideologien wie dem Salafismus allein lassen. Zudem solle sich etwa das KfZ-Gewerbe dem Thema in der Ausbildung annehmen.

Nach Ansicht der Linken im Landtag kommt der Ruhestand Thiels Jahre zu spät. "Thiel setzte als politischer Beamter nach Wünschen des ehemaligen hessischen Innenministers und heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) eine harte, rechts-konservative Linie durch", kritisierte der Sprecher der Fraktion, Thomas Klein.

dpa

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