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Betrunkenen Mann auf Straße überrollt: Streit um Geldstrafe

Prozesse Betrunkenen Mann auf Straße überrollt: Streit um Geldstrafe

Weil er einen quer zur Fahrbahn liegenden Betrunkenen überrollt und getötet hatte, muss sich seit Dienstag zum zweiten Mal ein 61 Jahre alter Autofahrer vor Gericht verantworten.

Frankfurt/Main. Vor dem Landgericht Frankfurt verlangte der Angeklagte eine niedrigere Geldstrafe als die 11 700 Euro, zu denen er vom Amtsgericht verurteilt worden war.

Ihm stünden weniger als 65 Euro Verdienst am Tag zu, hieß es in der Berufungsverhandlung. Das Amtsgericht hatte 180 Tagessätze zu je 65 Euro gegen ihn verhängt, dabei jedoch einen zweiten unterhaltpflichtigen Sohn und andere Ausgaben nicht berücksichtigt. Das Landgericht forderte den Angeklagte auf, bis zum 28. Juli die entsprechenden Unterlagen beizubringen.

Der tödliche Unfall hatte sich im März vergangenen Jahres nachts auf der Hanauer Landstraße ereignet. Der mit knapp vier Promille erheblich betrunkene Fußgänger hatte sich quer auf die Fahrbahn schlafen gelegt. Der Autofahrer fuhr ungebremst über ihn hinweg und kam erst nach 100 Metern zum Stehen. Nach Auffassung eines Gutachters hätte er den Mann allerdings trotz der Dunkelheit erkennen und abbremsen müssen. Das Gericht verurteilte ihn deshalb wegen fahrlässiger Tötung.

dpa

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