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Betrunken und zu schnell - Trotzdem Bewährung für Todesfahrer

Prozesse Betrunken und zu schnell - Trotzdem Bewährung für Todesfahrer

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall mit einem Motorradfahrer ist ein zur Tatzeit betrunkener Mann in Frankfurt zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Außerdem muss er 200 gemeinnützige Arbeitsstunden ableisten. Der 35-Jährige war nach Überzeugung des Amtsgerichts im Juni vergangenen Jahres bei einer Fahrt durch Frankfurt nicht nur betrunken, sondern auch zu schnell unterwegs gewesen, als er den Motorradfahrer beim Überholen anfuhr. Dieser prallte gegen die Leitplanke und starb. Der Autofahrer hatte rund 1,9 Promille Alkohol im Blut, außerdem fuhr er statt der vorgeschriebenen 70 rund 110 Stundenkilometer schnell.

Maßgeblich für die Bewährungsstrafe sei sein Verhalten nach dem Unfall gewesen, entschied das Gericht. Der Mann begab sich sofort in psychiatrische Therapie und trinke keinen Alkohol mehr. Auch eine Haftstrafe könne den Hinterbliebenen nicht den Familienvater zurückgeben: "Aus Sicht der Opfer ist jedes Urteil schwer zu ertragen." Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft beantragt.

dpa

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