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Betrug mit "Enkeltrick": Prozess mit Geständnissen eröffnet

Prozesse Betrug mit "Enkeltrick": Prozess mit Geständnissen eröffnet

Mit Geständnissen der drei Angeklagten hat am Montag in Frankfurt der Prozess um eine Serie sogenannter Enkeltrick-Betrügereien begonnen. Vor dem Landgericht gaben die beiden 43 und 20 Jahre alten Frauen sowie der 19 Jahre alte Mitangeklagte zu, zwischen 2012 und 2014 insgesamt 26 Mal ältere Leute im gesamten Bundesgebiet angerufen und sich dabei als nahe Verwandte ausgegeben zu haben, die kurzfristig Geld benötigten.

Frankfurt/Main. Die Täter erlangten auf diese Weise Bargeld und Schmuck im Wert von mehr als 160 000 Euro. Das älteste Opfer war 99 Jahre alt. Die Telefonnummern hatten die Täter aus dem Internet, wobei besonders auf altmodische Vornamen geachtet wurde. Im vergangenen Jahr wurden die Täter schließlich festgenommen.

Die 43-jährige hatte bereits mehrere Jahre wegen ähnlicher Straftaten in Haft gesessen. Nach ihrer Entlassung auf Bewährung setzte sie sich offenbar sofort wieder ans Telefon und rief bei alten Leuten an. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft sind die Angeklagten Teil einer größeren Bande von "Enkeltrick"-Betrügern, die vor allem von Polen aus agierte.

Der Prozess soll noch in diesem Monat abgeschlossen werden. Eine Vernehmung der Opfer ist nach den Geständnissen nicht mehr nötig.

dpa

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