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Soziales

Beratung von minderjährigen Komasäufern scheitert häufig an Eltern

Die Beratung von minderjährigen Komasäufern nach einem Absturz scheitert nach Angaben des Sozialministeriums häufig auch an den Eltern. Wenn diese Jugendlichen wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden, sei die Zustimmung der Eltern für ein Beratungsgespräch notwendig, teilte das Ministerium in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Abgeordneten Heike Hofmann mit.
Projekt «Hart am LimiT»: Präventiv gegen Komasaufen.

Projekt «Hart am LimiT»: Präventiv gegen Komasaufen.

© Jens Büttner/Archiv

Wiesbaden. Ob Scham oder andere Gründe für die explizite Ablehnung eine Rolle spielten, sei aber nicht bekannt. Teilweise führe auch eine zu kurze Aufenthaltsdauer in der Klinik dazu, dass die Kontaktaufnahme nicht erfolgen könne.

Im Jahr 2013 war in Hessen die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahren deutlich gesunken, die wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingewiesen wurden. 1173 Fälle wurden vom Statistischen Landesamt gezählt nach 1380 im Jahr zuvor. Mit dem Projekt "Hart am LimiT" (HaLT) will das Sozialministerium präventiv mit Aktionen auf die Gefahren von Alkoholexzessen hinweisen und direkten Kontakt zu den Betroffenen über geschulte Kräfte aus der Suchthilfe aufnehmen. Das Projekt wird in 19 Landkreisen und kreisfreien Städten angeboten.

Unter 16 Jahren ist der Erwerb von Alkohol für Kinder und Jugendliche nach dem Jugendschutz generell verboten. Ab dem 16. Lebensjahr bis zum Erreichen der Volljährigkeit dürfen nur Bier und Wein, jedoch keine Spirituosen gekauft werden. Danach dürfen die jungen Erwachsenen alle alkoholischen Getränke zu sich nehmen.

dpa


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