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Behördennummer verspricht schnelle Antwort: 115 überall erreichbar

Kommunen Behördennummer verspricht schnelle Antwort: 115 überall erreichbar

Hessen ist das erste Flächenbundesland in Deutschland, in dem die bundeseinheitliche Behördennummer 115 überall erreichbar ist. "Das Bundesland Hessen ist Vorreiter im 115-Verbund und sehr gut aufgestellt", teilte das Bundesinnenministerium (BMI) in Berlin am Montag mit.

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Einheitliche Behördennummer 115 auf Smartphone-Display.

Quelle: S.n Stache/Archiv

Frankfurt/Main. 75 Kommunen beteiligten sich derzeit direkt an dem Service. Damit liegt Hessen laut BMI innerhalb Deutschlands im oberen Drittel. Aber auch in den Städten, die nicht direkt mitmachen - wie etwa die Landeshauptstadt Wiesbaden -, bekommen die Bürger eine Antwort, wenn sie die 115 wählen. Diese kann allerdings etwas oberflächlicher ausfallen. 8 der 75 Kommunen sind am Montag in Frankfurt neu dazu gekommen.

Wie lange bekomme ich Elterngeld? Was brauche ich für einen Kartenführerschein? Wo kann ich einen neuen Personalausweis bekommen? Wie lang hat das Ordnungsamt geöffnet? - Das sind einige der häufigsten Fragen, die bei der 115 gestellt werden. "Die Bürger haben Anspruch auf einen leichten Zugang zur Verwaltung und auf eine hohe Qualität der Auskunft", beschrieb Henrik Jörgens vom BMI in Frankfurt das Ziel der Behördennummer. Auskünfte gebe es sowohl auf kommunaler, als auch auf Landes- und Bundesebene, also etwa auch zur Luftqualität oder zur Polizeistatistik.

Rund 2,5 Millionen Einwohner leben in den Kommunen, die in Hessen bereits direkt mitmachen. Dazu gehören nach Angaben des hessischen Innenministeriums Frankfurt, Kassel, Offenbach, Königstein, Kronberg, Glashütten, Niederdorfelden, Gelnhausen, Linsengericht, Kelsterbach, Friedberg sowie die Kreise Offenbach, Main-Taunus, Bergstraße und Main-Kinzig. Neu sind die acht Main-Kinzig-Gemeinden, Bad Soden-Salmünster, Brachttal, Freigericht, Hasselroth, Langenselbold, Maintal, Nidderau und Rodenbach.

Die Landesregierung unterstützt die Zusammenarbeit der Kommunen bei der Behördennummer untereinander mit rund 750 000 Euro im Jahr. Sie hoffe, dass der Beitritt der acht Main-Kinzig-Kommunen am Montag Vorbildcharakter habe, sagte Viktor Jurk vom Innenministerium.

"Die 115 ist ein Erfolgsmodell, das Kosten spart", sagte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Außerdem bringe es die Region näher zusammen. Rund 1,6 Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet des größten 115-Service-Centers in Frankfurt. Rund 350 000 Anrufe gingen dort schon jetzt jedes Jahr ein, sagte der zuständige Dezernent Jan Schneider (CDU). 35 Mitarbeiter beantworten die Fragen.

Zwischen eineinhalb und sechs Minuten dauert ein Gespräch im Durchschnitt, wie Frankfurts Team-Leiterin Julia Sartorius berichtet. Mancher habe vor dem Antritt eines neuen Jobs oder nach einem Umzug einen ganzen Laufzettel mit Fragen, andere wollen nur wissen, wann ihre Mülltonne abgeholt werde. Sowohl Männer als auch Frauen, junge und ältere Bürger riefen an. Mancher Anrufer wolle aber auch die Auskunft eines Sachbearbeiters überprüfen, etwa wenn er kein Wohngeld bekomme. Mancher wolle auch direkt mit dem Sachbearbeiter verbunden werden. Wenn dieser nicht erreichbar ist, kann das Service-Center einen Rückruf innerhalb der nächsten 24 Stunden veranlassen.

dpa

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