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Befangenheitsantrag gegen Richter im Prozess um Messerattacke

Prozesse Befangenheitsantrag gegen Richter im Prozess um Messerattacke

Im Prozess um eine blutige Messerattacke in den Weinbergen bei Eltville hat die Verteidigung gegen den Vorsitzenden Richter einen Befangenheitsantrag gestellt. Das Gericht habe sich bereits vor den Schlussvorträgen darauf festgelegt, dass es sich bei dem Zwischenfall im Sommer vergangenen Jahres um keine Notwehrsituation handelte, begründete der Anwalt eines Angeklagten am Freitag vor dem Wiesbadener Landgericht den Schritt.

Wiesbaden. Eine Entscheidung über den Antrag wird für Anfang nächster Woche erwartet.

In dem Verfahren wird zwei Männern gemeinschaftlicher versuchter Totschlag vorgeworfen, ein dritter muss sich wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten. Einer der Angeklagten trug zur Tatzeit zur Überwachung wegen einer anderen Straftat eine elektronische Fußfessel.

Hintergrund der Messerstecherei war ein Streit zwischen dem 28 Jahre alten Opfer und einem der Männer. Auf das Opfer soll laut Anklage von vorne und von hinten eingestochen worden sein. Der 28-Jährige war bei der Messerattacke lebensgefährlich verletzt worden.

Das Verfahren gegen den 22 Jahre alten Angeklagten wegen unterlassener Hilfeleistung wurde von dem Fall abgetrennt und soll am kommenden Dienstag (1. April) fortgesetzt werden. Gegen die beiden anderen Männer wird laut Gericht am Donnerstag (3. April) weiterverhandelt. Ursprünglich waren für Freitag die Plädoyers geplant.

dpa

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