Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Bayreuth-Regisseur: "Parsifal" als Stück der letzten Dinge

Musik Bayreuth-Regisseur: "Parsifal" als Stück der letzten Dinge

Der Wiesbadener Intendant und Regisseur Uwe Eric Laufenberg (55) möchte in seiner "Parsifal"-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen 2016 die religiöse Komponente der Oper herausstellen.

Voriger Artikel
Frühlingshafte Weihnachten mit Wind und Regen
Nächster Artikel
56-Jähriger stirbt bei Flugzeugabsturz nahe Wetzlar

Uwe Eric Laufenberg.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Bayreuth/Wiesbaden. Komponist Richard Wagner habe gewusst, dass der "Parsifal" sein letztes Werk sein werde, sagte Laufenberg dem Fachblatt "Das Opernglas" (Januar-Ausgabe). ""Parsifal" hat also direkt mit seinem Ende, mit seinem Tod zu tun, ist ein Stück der letzten Dinge. Als solches versuchen wir es auch zu inszenieren."

Wagner habe in dem Werk versucht, das darzustellen, was er als wesentlich für das Christentum ansah: Empathie, Mitgefühl, die Hinwendung zum Nächsten, das Leid, die Erlösung. Nach Laufenbergs Ansicht gibt es aber eine große Berührungsangst, die religiösen Themen der Oper bei Inszenierungen anzutippen. "Vielleicht, weil die Angst vor Religionskitsch zu groß ist, vor religiösen Momenten auf dem Theater, die dann banalisiert wirken", sagte der Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.

Mit der "Parsifal"-Neuinszenierung sollen die Richard-Wagner-Festspiele am 25. Juli 2016 eröffnet werden. Wagner hatte seine letzte Oper 1882 vollendet. Ein Jahr später starb er.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr