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Baumschäden: Verband fordert von Behörde Gegenmaßnahmen mit Frist

Umwelt Baumschäden: Verband fordert von Behörde Gegenmaßnahmen mit Frist

Wegen gravierender Baumschäden im hessischen Ried hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) das Regierungspräsidium Darmstadt aufgefordert, innerhalb eines Monats Gegenmaßnahmen vorzulegen.

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Verband fordert maßnahmen gegen Baumschäden.

Quelle: Patrick Pleul/Archiv

Weiterstadt. Auf einer Fläche von fast 14 000 Hektar zwischen Büttelborn und Viernheim sei der vermutlich gravierendste Umweltschaden im Land aufgetreten, teilte der Naturschutzverband am Mittwoch mit. Die Aufsichtsbehörde greife nicht durch, Umweltverträglichkeitsprüfungen würden außer Acht gelassen.

"Seit über vier Jahrzehnten wird im Ried Trink-, Brauch- und Beregnungswasser weit über der natürlichen Neubildungsrate gefördert", sagte der SDW-Landesvorsitzende Bernhard Klug. "Dadurch wird der Grundwasserspiegel abgesenkt und die Wälder sterben immer weiter großflächig ab." Den Schaden habe auch der vom Umweltministerium eingerichtete Runde Tisch in seinem Abschlussbericht festgestellt. Ausgegangen werden müsse von einem Schaden von rund 180 Millionen Euro.

Das Forstamt Darmstadt bezeichnete den Zustand der Bäume im Ried als "sehr schlecht". Das Entnehmen des Grundwassers spiele eine erhebliche Rolle. "Das war der Auslöser der Kaskade der Waldentwicklung nach unten", sagte Forstamtsleiter Hartmut Müller.

dpa

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