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Bad Hersfeld untermauert Rauswurf von Theater-Intendant Freytag

Theater Bad Hersfeld untermauert Rauswurf von Theater-Intendant Freytag

Die Stadt Bad Hersfeld hat die Kündigung von Theater-Intendant Holk Freytag bekräftigt. Der Magistrat entschied sich am Montagabend gegen eine Diskussion über die Entlassung des künstlerischen Kopfes der Bad Hersfelder Festspiele.

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Laut Fehling ändern die Unterschriften nichts.

Quelle: Steffen Sennewald/Archiv

Bad Hersfeld. Das neunköpfige Politiker-Gremium wollte das brisante Thema nicht noch einmal anpacken. Dennoch hat Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) den Stadträten die ihm am Montag übergebenen Protest-Unterschriften zur Einsicht zur Verfügung gestellt, wie er am Dienstag mitteilte.

Teile des Ensembles hatten dem in der Kritik stehenden Rathaus-Chef mehr als 7100 Protest-Unterschriften medienwirksam übergeben. Die Freytag-Unterstützer wollen erreichen, dass die Kündigung rückgängig gemacht wird. Fehling erteilte aber bereits eine Absage: "Die vielen Unterschriften zeugen von einem großen Engagement und großem Interesse an den Festspielen. Das ist anerkennenswert. Allerdings haben sich dadurch die Fakten, die zur Entscheidung führten, nicht verändert."

Fehling wirft dem Intendanten vor, im Programm-Konzept für 2015 den gesetzten Etat nicht eingehalten zu haben. Freytag bestreitet dies. Der Konflikt wird möglicherweise arbeitsrechtliche Folgen haben.

Das Ensemble kritisierte die Entscheidung des Magistrats: "Es ist befremdlich, dass die Politiker nicht die Größe besitzen, sich noch mal des Themas anzunehmen", sagte Fabian Baumgarten als Sprecher der Schauspieler, die sich in den vergangenen Tagen massiv für ihren Intendanten eingesetzt hatten. "Wir finden diese Haltung ignorant und empfinden es als Schlag ins Gesicht. Wir fragen uns, ob die Angelegenheit nun totgeschwiegen werden soll."

dpa

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