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Baby in Badewanne ertrunken: Bewährungsstrafen für Eltern

Prozesse Baby in Badewanne ertrunken: Bewährungsstrafen für Eltern

Mehr als sechs Jahre nach dem Tod eines neugeborenen Mädchens in einer Badewanne sind die beiden Eltern vom Landgericht Frankfurt zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Die heute 23 Jahre alte Mutter erhielt am Mittwoch in nicht-öffentlicher Verhandlung eine Strafe von 22 Monaten, der gleichalterige Vater von 14 Monaten zuzüglich diverser Bewährungsauflagen. Beide seien wegen Totschlags durch Unterlassen verurteilt worden, sagte ein Gerichtssprecher.

Die Leiche des Mädchens war im Mai 2010 in einem Plastikbeutel am Ufer der Nidda bei Bad Vilbel (Wetteraukreis) von einem Fahrradfahrer gefunden worden. Trotz großer Bemühungen der Polizei gelang es zunächst nicht, die Eltern ausfindig zu machen. Unter anderem gaben rund 2800 Menschen Speichelproben ab.

Erst im März dieses Jahres traf die Polizei per Zufall in Frankfurt auf eine hilflose Person, bei der es sich um die Mutter handelte. Sie schilderte den Tod des Neugeborenen kurz nach der Wassergeburt in der Wanne. Der Vater habe untätig neben der Badewanne gestanden, als das Kind ertrunken sei. Weil beide Elternteile zum Tatzeitpunkt erst 16 Jahre alt waren, fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

dpa

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