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BUND: Mehr Wildkatzengebiete in Hessen

Tiere BUND: Mehr Wildkatzengebiete in Hessen

Hessen wird zum Wildkatzenland: Allein im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis seien 2015 mittels Lockstöcken 48 der scheuen Tiere nachgewiesen worden, sagte Susanne Schneider, Koordinatorin des Projekts Wildkatzensprung vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Hessen.

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In etlichen Gebieten Hessens nimmt die Wildkatzenpopulation zu.

Quelle: U. Zucchi/Archiv

Kassel. In den vergangenen drei Jahren konnten im Kreis insgesamt 67 verschiedene Wildkatzen festgestellt werden. "Wildkatzen sind auf dem Vormarsch", konstatierte Schneider.

Auch in anderen Teilen Hessens nimmt die Population zu. "Wir konnten sie in Gebieten nachweisen, wo wir sie bisher nur vermutet haben. Das ist ein gutes Zeichen, dass sie sich ausbreiten." Wildkatzen gibt es demnach auch im Landkreis Gießen, im Vogelsberg, Spessart oder nordhessischen Reinhardswald. "Auch der Taunus ist ein Wildkatzengebiet", sagte Schneider. Unbesiedelt seien dagegen bislang Gebiete südlich des Mains und der Odenwald. "Warum, wissen wir nicht genau." Früher oder später würden aber auch hier Exemplare erwartet.

Zum Nachweis werden mit Baldrian besprühte Holzlatten, sogenannte Lockstöcke, zur Paarungszeit der Wildkatzen im Winter in den Wäldern aufgestellt. Die Tiere werden durch den Duft angezogen, reiben sich am Holz und hinterlassen dabei Haare. Diese werden eingesammelt und genetisch analysiert.

dpa

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