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Autobahn-Teilstück nahe Schiersteiner Brücke wieder offen

Verkehr Autobahn-Teilstück nahe Schiersteiner Brücke wieder offen

Knapp eine Woche nach der Sperrung der Schiersteiner Brücke ist zumindest ein nahe gelegenes Teilstück der Autobahn 643 wieder für den Verkehr freigegeben worden.

Mainz. Das soll ein benachbartes Industriegebiet trotz aller Probleme besser anbinden und Schwerverkehr auf Mainzer Seite aus der Stadt führen.

Die Sperrungen zwischen der Anschlussstelle Mainz-Mombach und Mainz-Gonsenheim sowie in Fahrtrichtung Rhein zwischen Mombach und dem Autobahndreieck Mainz seien aufgehoben, teilte das Verkehrsministerium am Montag in Mainz mit. Eine Rampe an der Anschlussstelle Mainz-Mombach wurde für beide Fahrtrichtungen geöffnet und dafür unter anderem mit neuen Markierungen versehen.

Durch diese Öffnung der Anschlussstelle könnten Arbeitnehmer und Lieferanten die Unternehmen im Industriegebiet besser erreichen, sagte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) nach einer Mitteilung.

Ein angekündigtes Konzept zur Stabilisierung der vielbefahrenen Brücke über den Rhein zwischen Wiesbaden und Mainz soll in den kommenden Tagen fertig werden, wie eine Sprecherin des Landesbetriebes Mobilität der Deutschen Presse-Agentur in Koblenz sagte. Insgesamt rechnet die Polizei an Fastnacht noch mit einer ruhigen Verkehrslage, ernst dürfte es erst am Aschermittwoch werden, wenn die Zahl der Pendler wieder beträchtlich steigen wird.

Die politische Diskussion um die Brückensperrung nimmt derweil Fahrt auf. CDU-Landeschefin Julia Klöckner warf der rot-grünen Landesregierung eine verfehlte Politik vor. "Wir leisten uns kostenlose Kitaplätze, Energieagentur, Friedensakademie, Schlosshotel, Nürburgring, Nationalpark und eine teure Facharbeiterwerbekampagne", teilte sie der Deutschen Presse-Agentur mit. "Aber die in einem Flächenstaat dringend erforderliche Mobilität wird durch die falsche Schwerpunktsetzung verhindert." So kämen keine Fachkräfte nach Rheinland-Pfalz.

Der Mainzer Politologe Thorsten Faas erwartet indes nicht, dass das Thema sich groß auf den Landtagswahlkampf auswirken wird. Die Opposition könne lediglich versuchen, das Thema als Beispiel für Missmanagement der Landesregierung zu präsentieren. "Aber selbst das halte ich mittelfristig für wenig wahrscheinlich."

dpa

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