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Ausstellung zeigt Mittelalter-Handschriften aus Bucheinbänden

Ausstellungen Ausstellung zeigt Mittelalter-Handschriften aus Bucheinbänden

Tragik wie Faszination der historischen Überlieferung dokumentiert eine Ausstellung in der Martinus-Bibliothek des Bistums Mainz. Dort werden ab Mittwoch rund 50 Fragmente mittelalterlicher Handschriften präsentiert, die zum Teil erst kürzlich entdeckt wurden.

Mainz. Die Pergamente wurden in der frühen Neuzeit für Einbände von Büchern genutzt - so wurden sie einerseits zerstört, andererseits aber auch für die Nachwelt erhalten. Die Ausstellung ist in Mainz bis zum 29. Januar 2016 zu sehen und wird anschließend auch in Paderborn, Fulda und Stuttgart gezeigt.

Die Idee entstand nach einer Bestandsaufnahme von mehr als 50 000 historischen Werken der Martinus-Bibliothek, wie deren Direktor Helmut Hinkel am Montag erläuterte. Auch in anderen kirchlichen Bibliotheken schlummerten noch ungeborgene Schätze.

So wurde kürzlich eine Karfreitagsliturgie aus dem 12. Jahrhundert entdeckt, die vermutlich aus Chartres stammt, wie der Kurator der Ausstellung "Das Ganze im Fragment", der Handschriftenforscher Christoph Winterer, erklärte. Eine Sensation sei die Entdeckung eines Fragments im Buchrücken eines Pariser Druckes von 1517: Das Doppelblatt aus dem 14. Jahrhundert ist der Rest einer bislang unbekannten mittelhochdeutschen Lebensgeschichte der Heiligen Elisabeth von Thüringen.

dpa

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