Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Ausstellung über Kolonialsoldaten als Gefangene im Ersten Weltkrieg

Geschichte Ausstellung über Kolonialsoldaten als Gefangene im Ersten Weltkrieg

Französische Kriegsgefangene aus den damaligen Kolonien des Nachbarlandes sind das Thema einer Ausstellung in Frankfurt zum Ersten Weltkrieg. Unter dem Titel "Gefangene Bilder.

Frankfurt/Main. Wissenschaft und Propaganda" zeigt das Historische Museum von diesem Donnerstag an bis zum 15. Februar 2015, wie die deutsche Wissenschaft die Afrikaner für die Kriegspropaganda instrumentalisierte. So seien Franzosen wie Engländer als "Barbaren" beschrieben worden, "weil sie "Wilde" gegen zivilisierte Deutsche einsetzten", erläuterte Kurator Benedikt Burkard am Mittwoch in Frankfurt. "Diese Propaganda zieht sich durch den Ersten Weltkrieg und die Zeit danach."

15 Porträtfotos von zehn Kriegsgefangenen aus Nord-, West- und Zentralafrika stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Die qualitativ hochwertigen Bilder wurden in einem Kriegsgefangenenlager in Wünsdorf bei Berlin aufgenommen und lagerten im Frobenius-Institut der Frankfurter Universität.

Die Ausstellung, die von der französischen Forschungseinrichtung IFHA unterstützt wird, beleuchtet auch die Tradition der französischen Kolonialsoldaten. Gezeigt werde zudem, wie die Gefangenen von Rassentheoretikern erforscht wurden und wie muslimische Soldaten "umgedreht werden sollten", um an der Seite des Osmanisches Reich gegen Frankreich und England zu kämpfen, sagte Burkard.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama