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Auftakt im Prozess um Mord an der Grillhütte geplatzt

Prozesse Auftakt im Prozess um Mord an der Grillhütte geplatzt

Der Auftakt im Mordprozess gegen drei Männer aus Nordhessen ist am Montag wegen eines Befangenheitsantrags der Verteidigung vorerst geplatzt. Das Trio muss sich wegen gemeinschaftlichen Mordes vor dem Landgericht Kassel verantworten.

Kassel. Die Angeklagten sollen einen Familienvater erschlagen haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im Juli 2013 an der Grillhütte "Waldfrieden" in Hessisch Lichtenau mit einem Schlagstock und einem Beil auf das 38 Jahre alte Opfer eingeschlagen zu haben. Das Motiv: Eifersucht. Der 35 Jahre alte Angeklagte wollte laut Anklage "eine Liebesbeziehung mit der Ehefrau des Getöteten" eingehen.

Der Antrag wurde gestellt, weil das Gericht demnach zu lange gebraucht hat, die Verhandlung zu eröffnen. "Die Kammer hat es in zehn Monaten nicht geschafft, zu terminieren", sagte Verteidiger Mutlu Günal. Damit seien die Richter voreingenommen gegenüber seinem Mandanten eingestellt.

Der Prozess soll nun am Donnerstag fortgesetzt werden. Bis dahin muss die sechste Kammer des Landgerichts - jedoch ohne die betroffenen Richter - über den Antrag entscheiden. "Befangenheitsanträge sind in Strafprozessen gang und gäbe", sagte der Sprecher des Landgerichts, Jan Blumentritt. Die Entscheidung soll dann zu Beginn der Verhandlung mitgeteilt werden. Bis Ende August sind elf Prozesstermine angesetzt.

dpa

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