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Aufräumarbeiten nach Flut im Niddaer Ortsteil Wallernhausen

Wetter Aufräumarbeiten nach Flut im Niddaer Ortsteil Wallernhausen

Wassermassen strömen durch die engen Straßen, die Menschen stehen bis zu den Knien in den Fluten: Nach starken Regenfällen ist der Niddaer Ortsteil Wallernhausen (Wetteraukreis) von einer Flut aus Schlamm und Wasser überrascht worden.

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Ein weggeschwemmter Kleinbus.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Nidda. "Nach wolkenbruchartigen Regenfällen auf einen Boden, der keinen Tropfen Wasser mehr aufnehmen konnte, haben sich harmlose Bäche in reißende Ströme verwandelt", sagte Landrat Joachim Arnold. Verletzt wurde niemand. Mit Besen, Eimern und Schrubbern säuberten die Menschen in der 1300-Einwohner-Gemeinde auch am Montag ihre Straßen vom gröbsten Dreck. Helfer setzten auch schweres Gerät ein.

Nach Angaben des Wetteraukreises hatte der acht Kilometer lange Rambach, der Wallernhausen durchfließt, eine fast zwei Meter hohe Flutwelle durch den Stadtteil gespült. Der Schaden sei erheblich, hieß es: Autos wurden fortgespült, der Mannschaftswagen der Feuerwehr Wallernhausen wurde von der Masse über einen 1,5 Meter hohen Zaun gehoben, leblose Schweine und tote Fische trieben durch das Dorf. Hunderte Keller liefen voll, in einigen kippten Öltanks um. Der ausgelaufene Ölschlamm musste durch Spezialfirmen entsorgt werden.

"Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff", sagte Niddas Ordnungsamtsleiter Uwe Bonarius laut "Kreis-Anzeiger". Drei Stunden lang habe das Wasser in den zentralen Ortsdurchfahrten etwa zwei Meter hoch gestanden, berichtete die Zeitung weiter. Die Höhe des Schadens war noch unklar. Es werde noch einige Zeit dauern, bis dieser feststehe, sagte ein Kreissprecher.

Ein Landwirt verlor demnach acht bis zehn Schweine. Die restlichen Tiere hätten auf die Wiese eines Nachbarhofes getrieben und so gerettet werden können.

Besonders der Ortskern von Wallernhausen war betroffen, zahlreiche Straßen und Gebäude seien stark beschädigt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Regen hatte gegen Sonntagnachmittag eingesetzt, erst am späten Abend hatte sich die Lage entspannt. Mehr als 300 Helfer waren bis nach Mitternacht im Dauereinsatz.

dpa

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