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Archäologen graben Siedlungsreste in Lich aus

Archäologie Archäologen graben Siedlungsreste in Lich aus

Archäologen haben in Lich Überreste eines mittelalterlichen Gebäudes freigelegt, die neue Details zur Siedlungsgeschichte in der Region preisgeben. Der wahrscheinlich turmartige Bau entstand im 11. oder 12. Jahrhundert und war Teil einer kleinen Siedlung.

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Überreste eines mittelalterlichen Gebäudes.

Quelle: Carolin Eckenfels

Lich. Diese hatte offenbar einen engen Bezug zur nahen Burg Arnsburg, erläuterte Landesarchäologe Udo Recker am Dienstag. Der Ort könnte nach Auffassung der Forscher als eine Art Versorgungszentrum für die Burg gedient haben, die einst Sitz des bedeutendsten Adelsgeschlechts der Wetterau war.

Die Archäologen graben bereits seit 1993 am Ortsrand von Lich (Kreis Gießen) und stießen dabei auf mittelalterliche, germanische, römische und sogar jungsteinzeitliche Funde.

Nach Angaben von Archäologe Michael Gottwald könnte das jetzt freigelegte Bauwerk der Wohnsitz eines Vertreters der Burg gewesen sein, der seine Dienstherren repräsentierte. "Die Herren von Arnsburg waren mit der großen Politik beschäftigt."

Von dem Wohnturm ist heute nur noch das steinerne Fundament übrig. Die Forscher gehen davon aus, dass die oberen Etagen aus Fachwerk bestanden. Der Fund sei auch deshalb bedeutend, weil es sich um ein sehr seltenes und frühes Beispiel eines solchen Gebäudes handele.  

dpa

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