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Annäherung im Streit zwischen Kirche und Fürstenfamilie Ysenburg

Kirchen Annäherung im Streit zwischen Kirche und Fürstenfamilie Ysenburg

Im jahrelangen Streit zwischen der Fürstenfamilie Ysenburg und der Evangelischen Kirche um den Zustand zweier Gotteshäuser im mittelhessischen Büdingen zeichnet sich eine Annäherung ab.

Büdingen. Man habe für Ende Februar ein Treffen vereinbart, an dem sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen wollten, sagte der Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Rahn, der Nachrichtenagentur dpa. Als positiven Schritt wertete er auch, dass eine seit Monaten kaputte Regenrinne, durch die Wasser in das alte Gemäuer der St.-Remigius-Kirche tropfe, endlich repariert worden sei. Der Anwalt der Familie war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Kirche und die Fürstenfamilie gerieten wegen einer besonderen jahrhundertealten Tradition aneinander: Die über 700 Jahre alte Stiftung "Präsenz zu Büdingen" unter Führung der Familie Ysenburg soll sich unter anderem um zwei Kirchen, zwei Pfarrhäuser und einen Friedhof in dem Städtchen kümmern. Nach Ansicht der Kirche tut sie dies aber nicht ausreichend und ordnungsgemäß.

Vorsitzender der Stiftung war lange Fürst Wolfgang Ernst zu Ysenburg und Büdingen, diese Position wurde ihm vom Regierungspräsidium Darmstadt im vergangenen Jahr entzogen. Das RP begründete den Schritt damit, man sehe "nicht die nötige Zuverlässigkeit". Neuer Vorsitzender wurde Anfang des Jahres sein Sohn Prinz Casimir Alexander zu Ysenburg und Büdingen.

Der Büdinger Fürst sorgt immer wieder mit Geldproblemen für Schlagzeilen: Erst am Mittwoch hatte das Oberlandesgericht Frankfurt ihn und seinen Sohn Prinz Ferdinand Maximilian verurteilt, einem in Hong Kong ansässigen Geschäftsmann eine Million Euro zurückzuzahlen.

dpa

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