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Anklage erhoben: Mädchen von glattem Bahnsteig gestürzt

Prozesse Anklage erhoben: Mädchen von glattem Bahnsteig gestürzt

Fünfeinhalb Jahre nach dem tödlichen Unglück eines Mädchens im Bahnhof von Neuhof (Kreis Fulda) ist Anklage gegen drei Mitarbeiter der Bahn und den Chef einer Schneeräumfirma erhoben.

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Ein Gesetzbuch steht neben einer Anwaltsrobe auf einem Tisch.

Quelle: Daniel Karmann/Archiv

Fulda. Die 16-Jährige war von einem winterlich glatten Bahnsteig vor einen einfahrenden Zug geraten und gestorben. Die Staatsanwaltschaft Fulda hat Anklage wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen - also das womöglich mangelhafte Räumen des Bahnsteigs - erhoben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte einen Bericht der "Fuldaer Zeitung" (Freitag). Die Anklage ist überzeugt, dass jeder der vier Beschuldigten seinen Pflichten besser hätte nachkommen müssen.

Ob es zum Prozess kommt, ist aber noch nicht sicher. Das muss die Anklage erst noch zulassen. Derzeit haben die vier Beschuldigten die Möglichkeit, sich zur Anklage zu äußern. Rudolf Karras, Anwalt der Familie des Opfers, sagte: "Das Amtsgericht wird nicht darum herumkommen, die Hauptverhandlung zu eröffnen."

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst gegen acht Personen ermittelt, die Ermittlungen aber Anfang 2012 eingestellt. Die Familie beschwerte sich gegen die Einstellung - und hatte Erfolg. Die Generalstaatsanwaltschaft forderte die Behörde in Fulda auf, weiter zu ermitteln. Diese neuen Ermittlungen führten jetzt zu der Anklage.

dpa

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