Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Angeklagter beteuert Unschuld in Prozess um Mord an Familienvater

Prozesse Angeklagter beteuert Unschuld in Prozess um Mord an Familienvater

Zum Auftakt eines Mordprozesses in Kassel hat einer der Angeklagten am Donnerstag seine Unschuld beteuert. "Ich war zum Tatzeitpunkt nicht an der Grillhütte und habe mit der Tötung nichts zu tun", ließ der 35-Jährige seinen Anwalt vor dem Landgericht verlesen.

Kassel. Angeklagt sind insgesamt drei Männer. Sie sollen einen Familienvater am 8. Juni 2013 zur Grillhütte "Waldfrieden" in Hessisch Lichtenau gelockt und dort mit Schlagstöcken und einem Beil erschlagen haben. Die beiden anderen Angeklagten schwiegen zur Anklage.

Als mögliches Motiv nannte die Staatsanwaltschaft den Wunsch eines 28 Jahre alten Angeklagten, eine Liebesbeziehung mit der Ehefrau des Opfers einzugehen. Einen weiteren Grund für das Verbrechen sah die Staatsanwaltschaft in der Absicht der Angeklagten, dem übermäßigen Alkoholkonsum des Opfers ein Ende zu bereiten.

Zwei Polizisten sagten aus, die Frau des Opfers habe "ungewöhnlich ruhig, teilnahmslos und relaxed" gewirkt, als sie ihr die Todesnachricht überbracht hätten. Die Verteidigung monierte, dass diese Beobachtung unter Kenntnis des möglichen Motivs entstanden sei und sich dazu in den Berichten aus der Zeit direkt nach der Tat nichts finde.

Die Verhandlung hatte bereits vergangenen Montag beginnen sollen, wurde aber wegen eines Befangenheitsantrags gegen das Gericht vertagt. Die Kammer wies den Vorwurf zu Prozessbeginn aber als unbegründet zurück. Der nächste Verhandlungstermin ist der kommende Montag, ein Urteil wird für Ende August erwartet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama