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Angeklagte schweigen zum Auftakt von Geldwäsche-Prozess

Prozesse Angeklagte schweigen zum Auftakt von Geldwäsche-Prozess

Fünf Männer sollen über eine Million Euro aus Drogengeschäften in den Niederlanden nach Deutschland gebracht haben, um den Betrag mit Hilfe eines Altgold-Geschäftes zu waschen.

Hanau. Am Landgericht Hanau begann am Montag der Prozess gegen die Angeklagten aus Erlensee und Hanau in Hessen sowie Duisburg und Rösrath in Nordrhein-Westfalen. Die Angeklagten schweigen bisher zu den Vorwürfen.

Der Anklage zufolge soll ein 41-Jähriger aus Erlensee zwischen März und Juni 2013 dreimal nach Holland gefahren sein, um dort jeweils 500 000 Euro aus Drogendeals abzuholen. Er soll begleitet worden sein von einem 40-Jährigen aus Hanau und einem 43-Jährigen aus Duisburg. Aus taktischen Gründen seien sie mit drei Autos über die Grenze gereist. Beim dritten Mal im Juni 2013 wurde einer auf der Rückfahrt erwischt, so dass nur der Versuch der Geldwäsche angeklagt ist.

Die eine Million Euro, die im März und im April 2013 nach Deutschland gebracht worden sein soll, wurde laut Anklage einem Juwelier aus Rösrath übergeben. Der 43-Jährige habe davon Altgold gekauft und es bei seinen Exporten in die Türkei gebracht. Dort soll er das Altgold verkauft und den Erlös an den fünften Angeklagten übergeben haben, der im Oktober 2014 in Mailand festgenommen wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt.

dpa

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