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Angeklagte gestehen: 16-Jährigen entführt und misshandelt

Prozesse Angeklagte gestehen: 16-Jährigen entführt und misshandelt

Mit den Geständnissen beider Angeklagter hat am Dienstag in Frankfurt der Prozess um die Entführung und Misshandlung eines 16-Jährigen begonnen. Vor dem Landgericht sagten die beiden 21 und 24 Jahre alten Männer, sie hätten "einen Fehler gemacht", und die Sache tue ihnen sehr leid.

Frankfurt/Main. Trotz seines jugendlichen Alters war das Opfer bereits im Drogenhandel etabliert und hatte mehrfach Marihuana an die Angeklagten verkauft. Weil er sich dabei nicht an die korrekte Menge hielt, fühlten sich die Männer übervorteilt und beschlossen, sich die fehlende Menge mit Gewalt zurückzuholen. Im Oktober 2013 zerrten sie den 16-Jährigen in ihr Auto und brachten ihn in die Nähe von Raunheim. Rund 300 Gramm Marihuana musste er den Tätern abliefern. Unterwegs wurde er mit einem Elektroschock-Gerät misshandelt. Wie es am ersten Verhandlungstag hieß, soll das Schockgerät allerdings von einem unbekannt gebliebenen dritten Täter bedient worden sein.

Nach der Tat zeigten sich die Männer indes großzügig. Sie gaben dem 16-Jährigen zehn Euro für den Kauf einer Fahrkarte für die Heimfahrt. Die Jugendstrafkammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage vorgesehen.

dpa

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