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Angeklagte Mutter kündigt im Totschlagsprozess Aussage an

Prozesse Angeklagte Mutter kündigt im Totschlagsprozess Aussage an

Wegen des Todes ihrer pflegebedürftigen Tochter steht eine Mutter in Limburg vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft der 53-Jährigen Totschlag durch unterlassene Hilfeleistung vor.

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Blick auf das Landgericht Limburg in Hessen.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Limburg. Mit auf der Anklagebank sitzt ihr 28 Jahre alter Sohn und Bruder des mutmaßlichen Opfers. Beim ersten Verhandlungstag am Freitag kündigte die Mutter eine Aussage bei der Fortsetzung des Prozesses am 13. April an, auch der 28-Jährige will sich dann zu den Vorwürfen äußern.

Die geistig behinderte 30-Jährige war im Haushalt von Mutter und Bruder gepflegt worden und hatte im Juli 2013 eine Nekrose entwickelt, bei der Gewebe abstirbt. Laut Staatsanwaltschaft behandelten Mutter und Bruder die Kranke falsch und riefen auch dann nicht den Arzt, als sich die Krankheit immer mehr ausbreitete.

"Mit ärztlicher Hilfe hätte der Tod, der im Oktober 2013 festgestellt wurde, verhindert werden können", erklärte Oberstaatsanwalt Hans-Joachim Herrchen. Ein Rechtsgutachter sagte beim Prozessauftakt aus, dass er bei der Obduktion der Leiche eine ungewöhnliche Fäulnis im und am Körper der Frau festgestellt habe.

dpa

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