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Anfeindungen gegen Ärzte: Türkischer Junge soll verlegt werden

Gesundheit Anfeindungen gegen Ärzte: Türkischer Junge soll verlegt werden

Wegen massiver Anfeindungen gegenüber Ärzten und Pflegepersonal will das Uniklinikum in Gießen einen schwer herzkranken und hirngeschädigten türkischen Jungen in ein anderes Krankenhaus verlegen.

Gießen. Derzeit werde nach einem Transplantationszentrum im Ausland gesucht, das den 21 Monate alten Jungen aufnimmt, sagte Klinikumssprecher Frank Steibli am Donnerstag.

Das Kind war zu einer Herztransplantation nach Gießen gebracht worden. Doch kurz vor dem Transport aus der Türkei Ende März erlitt es einen Kreislaufstillstand und dadurch einen nach Einschätzung der Ärzte irreversiblen Hirnschaden. Die Transplantation könne und dürfte nun nicht mehr durchgeführt werden, heißt es im Klinikum. Die Eltern wehren sich gegen diese Einschätzung. Sie verlangen, dass ihrem Sohn wie ursprünglich vereinbart ein Herz transplantiert wird.

Steibli sagte, Klinikmitarbeiter würden von Fürsprechern der Eltern verbal und körperlich bedrängt und bedroht. Das Klinikum habe deshalb einen Sicherheitsdienst beauftragen müssen. Da die Eltern zudem jegliche alternative Behandlung ablehnten, gebe es keine nachhaltige Grundlage für die weitere Behandlung des Jungen.

dpa

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