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Allergiekongress: Nesselsucht-Patienten sollen mehr Lobby bekommen

Gesundheit Allergiekongress: Nesselsucht-Patienten sollen mehr Lobby bekommen

Mediziner und Patientenschutzverbände wollen an Nesselsucht erkrankten Menschen eine größere Lobby geben. Rund eine Million Menschen in Deutschland litten an dem stark juckenden Hautausschlag, sagte Professor Marcus Maurer von der Berliner Charité am Donnerstag auf dem 9. Deutschen Allergiekongress in Wiesbaden.

Wiesbaden. Weltweit liege die Zahl bei 80 Millionen Patienten.

Die Krankheit schränke die Lebensqualität der Betroffenen stark ein, erklärte die Hautexpertin Petra Staubach-Renz von der Mainzer Universitätsmedizin. Patienten berichteten, dass sich der Hautausschlag wie täglich 100 Insektenstiche anfühle. Depressionen seien eine typische Folge, erklärte der Berliner Mediziner Maurer.

Die Krankheit mit dem Fachnamen Urtikaria hält Experten zufolge oft nur wenige Tage oder Wochen an. Bei vielen Betroffenen verlaufe sie jedoch chronisch und sei dann schwer zu behandeln. Zu den Auslösern zählen etwa Wärme oder Kälte, Licht oder Medikamente.

Um den Austausch zwischen Patienten zu stärken, Therapien zu erklären und auf Veranstaltungen hinzuwiesen, wurde zum 1. Oktober der erste weltweite Urtikaria-Tag ins Leben gerufen, begleitet von einer Plattform im Internet. Es habe bislang keine Selbsthilfegruppen gegeben, sagte Professor Markus Magerl von der Berliner Charité.

dpa

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