Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Äthiopische Kinder gehen lieber zur Schule als deutsche

Wissenschaft Äthiopische Kinder gehen lieber zur Schule als deutsche

Kinder-Welten aus Kinder-Augen sehen - das ist das Ziel der "Children's World"-Studie. 56 000 Kinder in 16 Ländern wurden dafür inzwischen befragt. Eine Familienforscherin der Frankfurter Goethe-Universität ist maßgeblich daran beteiligt.

Voriger Artikel
"Starke Stücke": Theater auch an kleinen Orten
Nächster Artikel
Betrunkener Flüchtling schlägt Wachpersonal

Eine Schülerin meldet sich in einem Klassenzimmer.

Quelle: Marijan Murat/dpa/Archiv

Frankfurt/Main. Je älter Kinder werden, desto mehr hadern sie mit der Schule - und das weltweit. Wie aus der "Children‘s World"-Studie hervorgeht, gehen Kinder in Algerien und Äthiopien lieber zur Schule als in Deutschland und England.

"Children's World" ist eine weltweite Forschungsstudie über das Leben von Kindern und ihr subjektives Wohlbefinden. Der Datenbestand wird ständig erweitert. Für den zweiten Report, der am Dienstag veröffentlicht wurde, kamen 17 000 Achtjährige dazu. Aktuell sind damit 56 000 Kinder in drei Altersgruppen (acht, zehn und zwölf Jahre) aus 16 Ländern erfasst (Algerien, Kolumbien, Estland, Äthiopien, Deutschland, Israel, Malta, Nepal, Norwegen, Polen, Rumänien, Südafrika, Südkorea, Spanien, Türkei und Großbritannien).

"Wir haben jetzt erstmals die Gelegenheit, Kinderleben so umfassend aus der Sicht von Kindern selbst zu vergleichen", zitiert die Frankfurter Goethe-Universität eine der Studienleiterinnen, die Frankfurter Familienforscherin Prof. Sabine Andresen: "Kinder nehmen die Welt um sich herum genau wahr, und wir können sehen, wer sich in welchen Bereichen beeinträchtigt fühlt."

Die meisten 8-Jährigen (62 Prozent) gaben an, gerne in die Schule zu gehen. Das sind erheblich mehr als unter den befragten 10-Jährigen (52 Prozent) oder 12-Jährigen (42 Prozent). "Die Beliebtheit der Schule sinkt mit jedem Alter", fassen die Autoren zusammen.

Mobbing und Gewalterfahrungen machen Achtjährige häufiger als ältere Kinder. Sie fühlen sich von Klassenkameraden ausgeschlossen (41 Prozent) oder berichten von Gewalt durch andere Schüler (48 Prozent). Der Anteil an Kindern mit Gewalterfahrung ist der Studie zufolge nach Estland und Großbritannien in Deutschland mit am höchsten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr