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Ärzte sagen im Prozess um zu Tode geschütteltes Baby aus

Prozesse Ärzte sagen im Prozess um zu Tode geschütteltes Baby aus

Im Limburger Prozess um ein zu Tode geschütteltes Baby wird der angeklagte Vater erstmals die Möglichkeit bekommen, zu der Tat Stellung zu beziehen. Ob er das Wort am zweiten Verhandlungstag am kommenden Dienstag (8. Juli/09.00 Uhr) ergreifen wird, ist aber noch unklar.

Limburg. Der 29-Jährigen muss sich vor dem Landgericht wegen Totschlags verantworten. In mehreren Vernehmungen vor dem Verfahren soll der Mann aus dem mittelhessischen Runkel aber bestritten haben, sein Kind zu Tode geschüttelt zu haben.

Zum Auftakt des Prozesses am 17. Juni war nur die Anklage verlesen worden, Aussagen gab es nicht. Für den zweiten Verfahrenstag sind nach Angaben eines Gerichtssprechers zehn Zeugen und drei Sachverständige geladen, darunter Ärzte und ein Rechtsmediziner.

Der Vater von Zwillingen hatte im vergangenen Dezember abends den Notarzt gerufen, weil sein Sohn nach einem Sturz das Bewusstsein verloren habe. Das Baby starb vier Tage später in einer Wiesbadener Kinderklinik. Den Ärzten fiel auf, dass die Verletzungen des Kindes nicht von einem Sturz, sondern von gewaltsamem Schütteln oder Schleudern herrühren konnten. Die Mutter soll zur Tatzeit nicht in der Wohnung gewesen sein.

Als die Polizei zu ermitteln begann, wurden auch bei der Zwillingsschwester Schädel- und Rippenbrüche festgestellt. Dieser Fall soll in einem gesonderten Verfahren behandelt werden.

dpa

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