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Ärzte: Viele Antibiotika-Verordnungen gefährlich

Gesundheit Ärzte: Viele Antibiotika-Verordnungen gefährlich

Ein großer Teil der Antibiotika-Verordnungen bei Infektionen ist nicht nur überflüssig, sondern kann nach Angaben von Medizinern sogar gefährliche Folgen haben.

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Wegen des übermäßigen Antibiotika-Verbrauchs bilden Bakterien Resistenzen.

Quelle: L. Schulze/Archiv

Frankfurt/Main. Gegen Viren seien Antibiotika nämlich vollkommen wirkungslos, sagte Wolfgang LangHeinrich von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen heute in Frankfurt. Lediglich von Bakterien hervorgerufene Infektionen seien mit diesen Mitteln wirksam zu behandeln. "Ein Antibiotikum nützt bei Viren gar nichts, die Effektivität ist null, wir machen damit nur Schädliches", sagte LangHeinrich. Die Unterscheidung sei aber auf den ersten Blick nicht möglich.

Als Folge übermäßigen Antibiotika-Verbrauchs haben zahlreiche Bakterien inzwischen Resistenzen gebildet - die Behandlung ernsthafter Krankheiten wird so schwieriger oder unmöglich. "Weniger ist mehr" heißt eine Aktion mehrerer Ärzte-Organisationen. Dabei soll deutlich gemacht werden, dass 80 Prozent der Atemwegsinfektionen durch Viren verursacht sind und deshalb nicht mit Antibiotika behandelt werden können.

dpa

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