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8000 Einträge in Hessens Sperrkartei für Spielsüchtige

Glücksspiele 8000 Einträge in Hessens Sperrkartei für Spielsüchtige

Wiesbaden (dpa/lhe) - Rund 8000 Spielsüchtige sind seit Mai vergangenen Jahres in die Sperrkartei "Oasis" der hessischen Landesregierung eingetragen worden. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervor.

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8000 Menschen haben sich in die Sperrkartei eintragen lassen.

Quelle: Britta Pedersen/Archiv

Menschen, die in der Kartei auftauchen, können beispielsweise keine Spielhallen mehr besuchen. So sollen Süchtige davor geschützt werden, ihr Geld an Spielautomaten zu verzocken. Sie können sich selbst oder von Dritten dort eintragen lassen. Kasinobetreiber, die Menschen trotz Sperre spielen lassen, begehen eine Ordnungswidrigkeit.

Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle für Suchtgefahren (HLS), ist überrascht von der hohen Zahl der Einträge. "Damit hätten wir nicht gerechnet", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 8000 Sperrungen seien ein Erfolg für das System, auch wenn sich nur ein Bruchteil der Spielsüchtigen eintragen lasse. "Die Zahl ist jedoch auch ein Indiz dafür, wie verbreitet die Spielsucht in unserer Gesellschaft ist".

Hessen ist bislang das einzige Bundesland, das eine Sperrkartei eingeführt hat. So können in Hessen gesperrte Spieler problemlos in Mainzer Kasinos weiterzocken. Deshalb müssten Sperren für alle Arten von Glücksspielen in einer bundesweiten Kartei zusammenfließen, forderte Schmidt-Rosengarten.

dpa

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