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76-Jähriger erpresst Firma: zwei Jahre auf Bewährung

Prozesse 76-Jähriger erpresst Firma: zwei Jahre auf Bewährung

Weil er versucht hat, ein Unternehmen um 2,7 Millionen Euro zu erpressen, ist ein 76-Jähriger am Montag in Frankfurt zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Das Amtsgericht ging von zwei Einzelfällen aus, bei denen der Angeklagte die Spezialfirma für Industriegase in Bad Soden (Taunus) angeschrieben und den Millionenbetrag gefordert hatte. Anderenfalls werde er die Firma bei der Bundesanwaltschaft anzeigen und damit in der Öffentlichkeit in eine peinliche Situation bringen. Im letzten Schreiben kündigte er sogar die Explosion von Sprengsätzen an. Bei der geplanten Übergabe des Geldes wurde er im Dezember vergangenen Jahres in Krefeld, seinem Wohnort, festgenommen.

Vor Gericht räumte der früher als selbstständiger Handwerker tätige Mann die Taten ein. Aufgrund seiner geringen Rente habe er eine "persönliche Krise und große Existenzängste" durchlitten. Im Rahmen des wirtschaftlichen Niedergangs seiner Firma habe ihm das später erpresste Unternehmen einen Zahlungsbefehl über 800 Euro geschickt. "Das hat mich auch nach Jahren noch sehr erbost", hieß es in der Einlassung des Mannes. Das Urteil erging wegen versuchter Erpressung.

dpa

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