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65-Jähriger soll pflegebedürftige Mutter getötet haben

Prozesse 65-Jähriger soll pflegebedürftige Mutter getötet haben

Weil er seine 86 Jahre alte Mutter heimtückisch getötet haben soll, steht seit Montag ein Mann aus Schmitten im Hochtaunuskreis vor dem Landgericht Frankfurt.

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"Landgericht" und "Amtsgericht" steht auf einem Schild am Gerichtsgebäude.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Die Staatsanwaltschaft legt dem 65-Jährigen Mord zur Last. Er soll die Pflegebedürftige im November 2015 mit einer Bettdecke erstickt haben. Mitarbeiter des Beerdigungsinstitutes, das der Angeklagte am Tattag anrief, hatten die Polizei benachrichtigt. Am ersten Verhandlungstag erklärte der Angeklagte, sich an nichts mehr erinnern zu können.

Den Ermittlungsakten zufolge hatte der alkoholisierte Sohn die nach einem Sturz im Badezimmer verletzte Mutter tagsüber gefunden und sie wieder aufgerichtet. Als er am Nachmittag wieder nach ihr sah, habe sie leblos im Bett gelegen, hatte der Mann bei Vernehmungen erklärt.

Zu dem von einer Medizinerin festgestellten Todeszeitpunkt hielt sich der 65-Jährige bei einer Cousine in der Nachbarschaft auf. Der Angeklagte sagte, er habe seine Mutter geliebt und niemals daran gedacht, sie zur Pflege in ein Heim zu geben. Ursprünglich war die Staatsanwaltschaft davon ausgegangen, dass der Sohn die Frau tötete, um die hohen Heimkosten zu sparen. Davon aber war die Ermittlungsbehörde bereits vor Anklageerhebung abgerückt.

dpa

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