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61-Jährige soll nach Tod des Ehemannes fast sechs Jahre in Haft

Prozesse 61-Jährige soll nach Tod des Ehemannes fast sechs Jahre in Haft

Nach dem Tod ihres schwerkranken Ehemannes soll eine 61-jährige Frau fünf Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das beantragte am Dienstag die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Frankfurt.

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Gerichtsgebäude in Frankfurt am Main.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Die Frau habe versucht, den Ehemann zu erdrosseln. Gestorben aber sei er an den Folgen eines kurz zuvor erlittenen Herzinfarktes, sagte die Anklagevertreterin, die deshalb lediglich von einem heimtückischen Mordversuch ausging. Hintergrund der Tat waren erhebliche Spannungen in der Ehe.

Die Frau hatte im Januar 2013 die Rettungswache alarmiert, nachdem der Mann leblos in seinem Rollstuhl saß. Später wurden Striemen an seinem Hals sowie giftige Rückstände im Blut festgestellt. Nach umfangreichen Ermittlungen kam die Frau schließlich im März vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Während sie den Tötungsvorwurf entschieden bestritt, erhob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen vollendeten Mordes. In dem mehrmonatigen Prozess erklärte jedoch ein Sachverständiger, dass ein Herzinfarkt als Todesursache nicht ausgeschlossen werden könne.

Die Verteidigerin forderte deshalb einen Freispruch. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich der depressive Ehemann die Striemen am Hals selbst zugefügt habe. Die Schwurgerichtskammer will am 3. Juni das Urteil verkünden.

dpa

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