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61-Jährige nach Tod des Ehemannes zu drei Jahren Haft verurteilt

Prozesse 61-Jährige nach Tod des Ehemannes zu drei Jahren Haft verurteilt

Nach dem Tod ihres schwer kranken Ehemannes ist eine 61 Jahre alte Frau wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Frankfurt/Main. Die Frau hatte ihren im Rollstuhl sitzenden Mann unter anderem mit einem Schal gewürgt, gestorben ist er letztlich aber an einem kurz zuvor erlittenen Herzinfarkt. In dem Verfahren vor dem Frankfurter Landgericht hatte die Angeklagte energisch bestritten, etwas mit dem Tod des Mannes zu tun zu haben.

Die Frau war erst 15 Monate nach dem Vorfall in Haft gekommen, nachdem an der Leiche unerklärliche Striemen am Hals festgestellt worden waren. Auch Arzneimittelrückstände waren im Körper des Mannes festgestellt worden. Die Schwurgerichtskammer ordnete die Striemen der Angeklagten zu, weil niemand sonst als Täter infrage komme.

Trotz des Umstandes, dass der Ehemann beim Würgen bereits bewusstlos war, ging das Gericht am Mittwoch nicht von seiner Arglosigkeit und damit von einem versuchten Mord aus. Strafmildernd bewertete es eine Depression der Frau und eine damit verbundene "erhebliche Einschränkung der Schuld- und Steuerungsfähigkeit". Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren und neun Monaten wegen Mordversuchs gefordert, die Verteidigung für einen Freispruch plädiert.

dpa

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