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25 Arzneibestellungen ohne Zahlung

Prozesse 25 Arzneibestellungen ohne Zahlung

Trotz einer Reihe von Medikamentenbestellungen ohne Bezahlung ist eine Apothekerin vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen worden. Das Urteil wurde am Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt rechtskräftig.

Frankfurt/Main. Die 54-Jährige, deren Apotheke wegen längerer Krankheit wirtschaftlich in Schieflage geraten war, hatte mindestens 25 Mal bei einem Arzneimittelgroßhandel nachbestellt. Die Anklage bezifferte den entstandenen Schaden ursprünglich auf rund 60 000 Euro.

Allerdings nahm die Apothekerin an einem vollautomatischen Computer-Bestellsystem teil. Nach Ansicht der Richter lag damit keine Täuschung einer echten, lebenden Person über ihre Zahlungsfähigkeit vor. Der Betrugstatbestand aber fordere eine solche Täuschung. Auch einen Computerbetrug verneinten die Richter. Die Apothekerin sei an sich befugt gewesen, auf ihren Namen Waren zu bestellen. Gegen den erstinstanzlichen Freispruch des Amtsgerichts war die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen.

dpa

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