Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
20 Jahre Schirn-Raub: "100-prozentige Sicherheit gibt es nie"

Kriminalität 20 Jahre Schirn-Raub: "100-prozentige Sicherheit gibt es nie"

Es war einer der spektakulärsten Kunstraube: Vor 20 Jahren, 28. Juli 1994, wurden aus der Frankfurter Kunsthalle Schirn drei Gemälde mit einem Versicherungswert von damals 70 Millionen Mark geraubt: "Schatten und Dunkelheit" und "Licht und Farbe" von William Turner (1775-1851) und "Nebelschwaden" von Caspar David Friedrich (1774-1840).

Frankfurt/Main. Auch heute könnte ein solcher Kunstraub passieren, sagte Manfred Müller, Vorstand des Verbands der deutschen Registrare, der Nachrichtenagentur dpa. Registrare sind Museumsexperten, die sich um Transport- und Versicherungsfragen bei Kunstausstellungen kümmern. "100-prozentige Sicherheit gibt es nie. Die Alarm- und Überwachungstechnik hat sich in den vergangenen 20 Jahren enorm weiterentwickelt. Gegen einen Überfall mit Waffengewalt ist man aber weitgehend machtlos."

"Ich konnte es überhaupt nicht fassen. Man meint, man ist in einem Alptraum und hofft, bald aufzuwachen", erinnert sich Sabine Schulze an diese Nacht. Sie war Kuratorin der Ausstellung "Goethe und die Kunst", aus der die Bilder verschwanden. Rund zehn Jahre dauerte es, bis sie wiederbeschafft werden konnten. Heute hängen die drei Gemälde wieder bei den Leihgebern in London und Hamburg. Die Hintermänner der Tat wurden nie gefasst.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama