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19-Jähriger soll als Feuerwehrmann Brände gelegt haben

Prozesse 19-Jähriger soll als Feuerwehrmann Brände gelegt haben

Ein Brand nach dem anderen hält die Gemeinde Einhausen in Südhessen in Atem. Schließlich wird ein junger Feuerwehrmann festgenommen. Er muss sich demnächst vor Gericht verantworten.

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Ein Feuerwehrwagen steht vor dem verbrannten Dachstuhl in Einhausen.

Quelle: Alexander Heinl/Archiv

Bensheim/Einhausen. Ein Feuerwehrmann soll in der südhessischen Gemeinde Einhausen mehr als ein Dutzend Brände gelegt und auch Menschen in Gefahr gebracht haben. Der 19-Jährige muss sich an diesem Donnerstag (28.) wegen schwerer Brandstiftung vor dem Amtsgericht Bensheim verantworten.

Ihm wird vorgeworfen, als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Einhausen im vergangenen Jahr über Monate hinweg unter anderem Fahrzeuge, Schuppen, Strohballen und Holzstapel sowie einen Carport und Brennholz angezündet zu haben. Den Sachschaden beziffert die Anklage auf mehr als 300 000 Euro. Dem jungen Mann droht eine Haft von mindestens einem Jahr. Der 19-Jährige gab die Brände nach Angaben der Polizei in den ersten Vernehmungen zu.

"Die Gemeinde hat aufgeatmet, die Bevölkerung ist erleichtert", erinnert sich Einhausens Bürgermeister Helmut Glanzner (parteilos) an die Festnahme des Angeklagten im November 2015. Die Feuerwehr reagierte auch im Internet "mit großer Bestürzung und Betroffenheit" darauf, "dass der Verursacher der Brandserie in Einhausen aus unseren eigenen Reihen stammt".

Inzwischen ist der 19-Jährige nicht mehr Mitglied der Feuerwehr. Er sitzt in Untersuchungshaft. In der Gegend um Einhausen hat es noch mehr Brandstiftungen gegeben. In diesen Fällen gehen die Ermittlungen weiter, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit.

Es komme schon vor, dass Feuerwehrleute selbst Brände legen, sagte der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, Holger Schönfeld. "Die wenigsten Gründe hängen aber mit der Feuerwehr selbst zusammen." Mitunter wolle der Täter nur Aufmerksamkeit bekommen.

dpa

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