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16-Jährigen fast tot geschlagen: Sieben Jahre Haft

Prozesse 16-Jährigen fast tot geschlagen: Sieben Jahre Haft

Im Streit um eine Frau schlägt ein Mann einen 16-Jährigen fast tot. Nun muss der 30-Jährige dafür sieben Jahre in Haft. Das Landgericht verurteilte den Mann wegen versuchten Totschlags und verfügte darüber hinaus die Einweisung in eine Drogenentzugsanstalt.

Frankfurt/Main. Sechs weitere Männer wurden wegen gefährlicher Körperverletzung zu Strafen zwischen eineinhalb Jahren zur Bewährung und zweieinhalb Jahren verurteilt. Sie waren bei der Tat im Mai vergangenen Jahres dabei und traten und schlugen ebenfalls zu. Im Gegensatz zu dem Haupttäter sah die Jugendstrafkammer bei ihnen keinen bedingten Tötungsvorsatz.

Hintergrund der blutigen Attacke war der Streit zwischen dem späteren Opfer und einem der Täter um die Gunst eines Mädchens. Weil der Mitangeklagte dabei offenbar Verletzungen davongetragen hatte, beschlossen die Angeklagten, sich mit einer "Abreibung" zu rächen. Der Haupttäter trat dem auf dem Boden liegenden Opfer dabei mit solcher Wucht auf den Kopf, dass der 16-Jährige einen Schädelbruch erlitt. Dieser Tritt sei mit bedingtem Tötungsvorsatz ausgeführt worden, hieß es im Urteil. Nur weil keine Arterie getroffen wurde, habe das Opfer überlebt. "Der Anlass der Tat steht in keinem Verhältnis zu dem späteren Geschehen", sagte der Vorsitzende Richter. "Das Gericht findet das erschreckend."

Im Strafmaß blieb das Gericht hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft von neun Jahre zurück. Der Prozess hatte im Januar begonnen. Die Verfahren gegen vier der ursprünglich elf Angeklagten waren zwischenzeitlich gegen Auflagen eingestellt worden.

dpa

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