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100 000 Tonnen Salz warten auf den hessischen Winter

Verkehr 100 000 Tonnen Salz warten auf den hessischen Winter

Frost und Schnee lassen auf sich warten, aber die hessische Straßenverwaltung ist vorbereitet: Rund 100 000 Tonnen Streusalz liegen landesweit bereit, und bei Bedarf kann nachbestellt werden.

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Tarek Al-Wazir (Grüne) setzte sich ans Steuer eines Radladers.

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. Nach den Erfahrungen des harten Winters 2012/13 wurden die Streusalz-Lager ausgeweitet. Die 110 Hallen und Zwischenlager der Straßenmeistereien seien randvoll, sagte Burkhard Vieth, Präsident der Straßenbauverwaltung Hessen Mobil, am Mittwoch in Frankfurt. "Wir haben in diesem Jahr sieben neue Salzhallen gebaut und damit das Speichervolumen um zwölf Prozent erhöht. Wir rechnen nicht mit einem Engpass."

Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) probierte bei der Straßen- und Autobahnmeisterei in Frankfurt aus, wie sich das Salz aus dem Lager auf die Streuwagen laden lässt. Auch er sieht die Straßenmeistereien optimal vorbereitet - "egal wie der Winter wird." An die Autofahrer appellierte er, sich auf die Straßenverhältnisse einzustellen: "Wenn es schneit, dann ist es glatt; und wenn es glatt ist, muss man langsam fahren." Das sei zwar banal, aber bei Vielen immer noch nicht angekommen, sagte Al-Wazir.

Der persönliche Wunsch des Ministers: Der Winter möge nicht so streng werden. Der vergangene jedenfalls war so mild, dass der Winterdienst außerhalb der Ortschaften nur rund 44 000 Tonnen Salz verstreute. Im Winter davor war es viermal so viel gewesen.

Die 60 Autobahn- und Straßenmeistereien von Hessen Mobil halten mit 1500 Beschäftigten und 500 Räumfahrzeugen rund 17 000 Kilometer Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen von Eis und Schnee frei. Autobahnen werden bei Bedarf rund um die Uhr alle zwei Stunden gestreut und alle drei Stunden geräumt, die übrigen Straßen von 06.00 bis 22.00 Uhr. Das kostet nach Angaben von Hessen Mobil im Schnitt 20 Millionen Euro pro Saison, davon zahlt der Bund, der für die Autobahnen zuständig ist, rund 10 Millionen Euro.

Auch die Städte haben sich eingedeckt: Frankfurt beispielsweise hat 8000 Tonnen Salz und 1000 Tonnen Split eingelagert, 175 Fahrzeuge stehen bereit. Geräumt und gestreut wird auf den wichtigsten Straßen von 04.00 bis 22.00 Uhr.

Bei der Bahn werden die Weichenheizungen überprüft und in Nordhessen auch Schutzzäune gegen Schneeverwehungen aufgestellt. Bei strengem Frost sollen Frostwachen nachts die im Freien abgestellten Züge fahrbereit halten, damit sie frühmorgens sofort in den Berufsverkehr starten können. Wie ein Sprecher der Bahn erläuterte, halten Bahn-Mitarbeiter die Züge dann im Standby-Betrieb - im vergangenen Winter sei dies nur wenige Male nötig gewesen.

dpa

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