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Kunst

Verwirrung um Kunstaktion gegen Wandel der Innenstädte

Verwirrung um umstrittene Aktion der Frankfurter Künstlergruppe "Hauptschule Frankfurt": Nachdem die Galeristen die für Freitag geplante Performance kurzfristig abgesagt hatten, wollten die Künstler am Abend trotzdem ein Zeichen gegen Gentrifizierung setzen.

Frankfurt/Main. Unter dem Motto "Wir spritzen trotzdem" kündigten sie an, die Inszenierung an einem anderen Ort zu zeigen - an welchem, teilten sie nicht mit. "Die Hauptschule drückt schneller als ihr eigener Schatten. Wir spritzen trotzdem!", sagte eine Sprecherin der Künstlergruppe. Ursprünglich war die Aktion in der Galerie P in der Kaiserpassage des Bahnhofsviertels geplant gewesen.

Bei der Aufführung sollte sich eine Person live vor Publikum "einen Schuss setzen" - womöglich mit Heroin. Die Gruppe will so ein Zeichen gegen die Gentrifizierung des Frankfurter Bahnhofsviertels setzen. Um die Kunstaktion hatte es im Vorfeld viel Aufregung gegeben.

Die sogenannte Gentrifizierung (englisch: Gentrification, von gentry = niederer Adel) bezeichnet die Veränderung und Aufwertung von Stadtteilen. Meist sind Gegenden in Innenstädten betroffen, die früher Arbeitersiedlungen waren und aus eng bebauten Quartieren mit Mietshäusern bestehen.

Als Gründe für die Absage der Aktion in der Galerie P nannten die Galeristen die "überhitzte mediale Berichterstattung" sowie Druck durch die Stadt und die Eigentümerin des Veranstaltungsortes. "Wir müssten im Falle der Durchführung der Performance mit finanziellen Risiken rechnen", teilte die Galerie mit.

Im Vorfeld hatte das Kulturdezernat eine bereits ausgezahlte Förderung des Projekts in Höhe von 800 Euro zurückgefordert. "Im Kulturamt sind wir außerdem übereingekommen, dass keine weitere Förderung erfolgt", sagte ein Stadtsprecher. Daneben habe das Ordnungsdezernat ein Verbot der Veranstaltung geprüft, sei aber zum Schluss gekommen, dass dies nicht möglich sei.

dpa


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