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Wissenschaft

Sternschnuppen funkeln auch im Livestream

Bedeckte Aussichten für Sternengucker: Ausgerechnet während des stärksten Sternschnuppenschauers des Jahres, den Perseiden, sagen Meteorologen viele Wolken über Deutschland voraus.
Sternschnuppe am Himmel.

Sternschnuppe am Himmel.

© Hendrik Schmidt/Archiv

Frankfurt/Pulheim. Wer das Maximum der Perseiden in der Nacht zum Freitag verpasst haben sollte, kann möglicherweise auf die Nacht zum Samstag hoffen: Insbesondere im Westen und Südwesten Deutschlands stehen die Chancen auf Sternschnuppen-Sichtung dann gut. Vor allem nördlich der Mittelgebirge droht auch in der Nacht zum Samstag jedoch noch dichte Bewölkung.

Zwischen 23.00 und 4.00 Uhr ist die beste Zeit, um die Sternschnuppen zu beobachten. Wer nur bewölkten Himmel sieht oder wer nicht zu später Stunde draußen frieren will, hat allerdings auch die Möglichkeit, die Perseiden im Livestream zu sehen. Sowohl die US-Raumfahrtbehörde Nasa als auch Hobby-Astronomen übertragen den Sternschnuppenregen aus dem All.

Allerdings: "Das Live-Erlebnis ist dadurch nicht zu ersetzen", sagte Alexander Weis, Webmaster der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim, eines großen Vereins von Amateur-Astronomen. "Der Livestream ist nur ein bedingter Ersatz." Auf dem Bildschirm wirke das alles nicht so spektakulär, wenn es in den Weiten des Weltraums mal ein bisschen hell flimmere. "Es ist halt elend spät", räumt Weis ein. "So lange der Mond am Himmel steht, kann man auch deutlich weniger sehen." Er geht in der Nacht zum Freitag um 01.30 Uhr unter, in der Nacht zum Samstag um 2.00 Uhr.

Was also rät der Sternenfreund aus Pulheim? "Den Wecker auf zwei Uhr stellen und einfach mal raus gehen", schlägt Weis vor. Er habe bereits in der Nacht zum Donnerstag innerhalb weniger Minuten zwei Sternschnuppen gesehen. "Normalerweise kann man auch eine halbe Stunde stehen und nichts sehen."

Wahren Sternschnuppenfreuden mag der Kurzausflug in den Garten zu wenig sein. "Einige unserer Mitglieder wollen auf die Berge, um die Perseiden zu beobachten", sagt Peter Stättmayer von der Münchener Sternwarte. Motivation können sich Perseiden-Sucher aber auch schon Freitag Nachmittag im Web holen: Der Livestream aus Japan startet bereits um 15.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (http://dpaq.de/RIfAv).

dpa


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