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Jüdisches Museum will Einwanderer erreichen

Frankfurts Jüdisches Museum wird derzeit für 50 Millionen Euro erweitert. Dessen neue Chefin gab schon mal einen Einblick in ihre künftigen Pläne. Der Museumsableger an der Judengasse öffnet sich bereits im Frühjahr wieder den Besuchern.
Mirjam Wenzel.

Mirjam Wenzel.

© Alexander Heinl

Frankfurt/Main. Nach der Neueröffnung im Jahr 2018 will sich das Frankfurter Jüdische Museum verstärkt dem neuen jüdischen Leben durch die jüngste Zuwanderung aus Osteuropa widmen. Man werde die Vielfalt und Lebendigkeit der jüdischen Kultur in Deutschland zeigen, kündigte die neue Leiterin des Museums, Mirjam Wenzel, am Donnerstag in Frankfurt an.

Das Museum will sich auch gezielt an Zuwanderer aus muslimischen Ländern richten. Im Vordergrund sollen dabei die Gemeinsamkeiten der großen Religionen stehen. Geplant ist eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Märtyrers. Zugleich dürfe aber der auch in Europa neu aufgeflammte Antisemitismus nicht aus dem Blick rücken. Formen der Diskriminierung blieben Teil der Museumsarbeit, sagte Wenzel.

Zugleich will die 43-Jährige ein "Digitales Museum" einrichten, das Ausstellungsobjekte im Internet erlebbar machen soll. Die gebürtige Frankfurterin, die bisher für die Medienabteilung im Jüdischen Museum in Berlin zuständig war, hat Anfang des Jahres die Frankfurter Einrichtung übernommen. Bei der Gründung 1988 war es bundesweit das erste Jüdische Museum nach dem Holocaust.

Der Anteil der jüdischen Bevölkerung in Frankfurt war schon seit dem Mittelalter groß. Derzeit wird das am Mainufer im ehemaligen Rothschild-Palais untergebrachte Museum für 50 Millionen Euro saniert und mit einem Anbau beträchtlich erweitert. Der Museumsableger in der ehemaligen Judengasse am Börneplatz wird nach Umbau am 20. März neu eröffnet.

dpa


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