Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Prozesse

Prozess gegen zwei mutmaßliche Schleuser

Die beiden Angeklagten sollen einem internationalen Schleuserring angehört haben. Ihre Aufgabe: Asylsuchende nach Deutschland bringen. Dabei sollen Flüchtlinge auch in Gefahr gebracht worden sein.
Eine Statue der Justizia. Foto: Peter Steffen/Archiv

Eine Statue der Justizia. Foto: Peter Steffen/Archiv

Gießen. Zwei Männer aus Hessen sollen während der Flüchtlingskrise dabei geholfen haben, Asylsuchende nach Deutschland zu schleusen und stehen deshalb seit Donnerstag vor dem Landgericht Gießen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 37 und 45 Jahre alten Angeklagten Mitglieder eines europaweit agierenden Schleuserrings waren. Sie sollen den Transport der Menschen insbesondere von Ungarn nach Deutschland organisiert und dafür unter anderem Fahrer geworben oder Fahrzeuge gemietet haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft standen die beiden "relativ weit oben" in der Hierarchie des Rings.

Die Anklage listet insgesamt fünf Taten zwischen Mai 2015 und April 2016 auf, die teils im Versuch stecken geblieben sein sollen. In einem Fall geht es zudem um den Vorwurf der Körperverletzung: Laut Anklage mussten 34 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak ihre Reise von Ungarn nach Deutschland in einem Sprinter antreten - dafür sollte jeder 3000 Euro zahlen. Im Innern sei es so stickig geworden, dass die Menschen Dichtungen herausrissen. Dennoch habe ein Kind wegen Sauerstoffmangels das Bewusstsein verloren. Die Menschen konnten gerettet werden: Der Transporter ging einer Kontrolle auf der Autobahn 3 in Bayern ins Netz.

Die umfangreichen Ermittlungen gegen die Verdächtigen begannen nach Angaben der Staatsanwaltschaft, nachdem ein Fahrer ausgepackt hatte. "Das Risiko, entdeckt zu werden, bürdet man den kleinen Lichtern auf, den Fahrern", sagte Anklagevertreter Bernd Süß. Die Ermittler starteten Telefonüberwachungen sowie Observationen. Anfang Juni dann konnten die beiden Angeklagten aus Gedern und Usingen festgenommen werden. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Zu Beginn ihres Prozesses am Donnerstag wurde nur die Anklage verlesen. Die Verteidiger kündigten eine Aussage der Männer für den nächsten Verhandlungstag am 19. Dezember an. Das Urteil soll Ende Januar 2017 gesprochen werden.

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Leseraktion




Gute Vorsätze




Jubiläum




Die Transfers im Landkreis




Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die OP-Serien

Aus vier mach zwei: Der Bundesvorsitzende Cem Özdemir (alle Bündnis 90/Die Grünen, von links), die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter sowie der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck kandidierten für die Spitzenplätze zur Bundestagswahl. Dass die einzige Frau ins Rennen geht, stand aufgrund der Parteienquote von Anfang an fest. Die Mitglieder stimmten mehrheitlich für Özdemir als männlichen Bewerber. Frauenquoten in der Politik

Freiwillige Quote verändert Frauenbild

Auch wenn das mächtigste politische Amt in Deutschland von einer Frau ausgeübt wird: Die Bundesrepublik befindet sich im Mittelfeld, was die positive Haltung gegenüber Politikerinnen angeht. mehrKostenpflichtiger Inhalt



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik

Terra-Tech





Inhaltsverzeichnis

Volltextsuch über das Angebot:

Startseite



  • Sie befinden sich hier: Prozesse – Prozess gegen zwei mutmaßliche Schleuser – op-marburg.de