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Luftverkehr

Airlineverband Barig: Mehr Spielräume beim Nachtflugverbot

Der Airlineverband Barig fordert eine deutlich größere Flexibilität beim Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen. "Wenn ein Flugzeug fertig geboardet ist, abrollt und es unterwegs eine kleine Verzögerung etwa durch einen nicht weggeräumten Gegenstand auf der Bahn gibt, dann darf es nicht sein, dass wegen hundertzwanzig Sekunden das Flugzeug nicht mehr raus kann", sagte der Generalsekretär des Airlineverbandes Barig, Michael Hoppe, der Deutschen Presse-Agentur.
Ein Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt am Main.

Ein Flugzeug im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt am Main.

© Frank Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Wiesbaden. Barig vertritt die Interessen von rund 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften.

"Das Damoklesschwert der starren Stunde darf nicht sein", betonte Hoppe. "Es geht ja nicht nur um Geld, es geht auch um Menschen, die zu ihren Familien oder Terminen wollen." Es sei "absolut unvernünftig und irrational", wenn wegen 120 Sekunden 550 Menschen ins Hotel gebracht, Urlaubspläne zerstört und damit Kosten von einigen 100 000 Euro verursacht würden, erklärte der Generalsekretär. "Die Dinge müssen verhältnismäßig sein."

"Es gibt zwar nicht mehr so viele Fälle", erklärte Hoppe. "Aber wenn es dazu kommt, dann wird um Sekunden gefeilscht." Die Branche habe viel getan, um den politischen Notwendigkeiten beim Nachflugverbot entgegenzukommen. "Deswegen brauchen wir mehr Spielraum und kein dogmatisches Beharren auf Vorschriften."

In Frankfurt gilt von 23.00 bis 05.00 Uhr ein Nachtflugverbot. Seit Ende April 2015 werden zudem Starts und Landungen in den sogenannten Nachtrandstunden zwischen 22.00 Uhr und 23.00 Uhr sowie zwischen 05.00 Uhr und 06.00 Uhr abwechselnd auf verschiedenen Bahnen gebündelt. Das ist allerdings nur bei Westwind möglich.

dpa


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