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Luftverkehr

Verdi kündigt Warnstreik am Frankfurter Flughafen an

Die Gewerkschaft Verdi will den Flugverkehr am Frankfurter Flughafen am Freitag (21.2.) massiv stören. Reisende müssen sich wegen eines 21-stündigen Warnstreiks von Beschäftigten der privaten Luftsicherheit auf Flugausfälle und Wartezeiten einstellen.
Verdi ruft zum Warnstreik auf.

Verdi ruft zum Warnstreik auf.

© Frank Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Main. Der Ausstand an Deutschlands größtem Luftdrehkreuz soll um 2.00 Uhr nachts beginnen und um 23.00 Uhr enden, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Beide Terminals seien betroffen. In den Bereichen Personenkontrolle, Frachtkontrolle, Flughafensicherheit und Services sind demnach insgesamt rund 5000 Mitarbeiter beschäftigt.

Flugreisende sollten möglichst früh vor dem Abflug zum Checkin-Schalter kommen, oder - sofern - möglich am Vorabend den Online-Checkin nutzen, empfahl der Sprecher der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens, Fraport. Zudem sollten sie sich im Internet über den Status ihres Fluges informieren. Flugausfälle schließt Fraport nicht aus. "Gehaltsverhandlungen dürfen nicht auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen werden", sagte der Sprecher. Der Warnstreikaufruf gilt nach seinen Angaben nicht für die rund 700 bei Fraport direkt beschäftigten Sicherheitsmitarbeiter.

Nach Einschätzung der Lufthansa war das Ausmaß der Behinderungen zunächst nicht abzusehen. Bisher habe die Airline noch keine Flüge gestrichen, sagte ein Sprecher am Nachmittag.

In den ersten Stunden dürfte vor allem die Frachtabfertigung von dem Warnstreik betroffen sein. Der Flugbetrieb für Passagiermaschinen startet ab etwa 5 Uhr. Allerdings können Reisende für die ersten Maschinen bereits früher einchecken.

Verdi fordert für das Sicherheitspersonal einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro. Die anderen Bereiche, zum Beispiel Services, sollen eine prozentual entsprechende Anpassung bekommen. "Die Arbeitgeber haben bisher zwischen 10 und 13 Euro angeboten. Das ist deutlich zu wenig", sagte Verdi-Verhandlungsführer Mathias Venema. In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bremen oder Nordrhein-Westfalen würden diese Tätigkeiten mit bis zu 15 Euro entlohnt.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft BDSW hat nach eigenen Angaben zuletzt ein Plus von 20 Prozent und mehr geboten. Der Stundenlohn der untersten Gehaltsgruppe soll demnach von derzeit 10 Euro auf 12,76 Euro angehoben werden. Verdi fordere ein Plus von 37 Prozent, das sei nicht tragbar. Streit gibt es auch über die Laufzeit des Vertrages. Bisher trafen sich die Tarifparteien vier Mal, nächster Termin ist der 5 März.

dpa


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