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Börse-Betriebsrat fordert Augenmaß bei geplantem Jobabbau

Der Betriebsrat der Deutschen Börse fordert rasch Klarheit über die genauen Pläne zum Abbau Hunderter Stellen bei der angepeilten Fusion des Dax-Konzerns mit der Londoner Börse LSE.
Carsten Kengeter.

Carsten Kengeter.

© Boris Roessler/Archiv

Frankfurt/Main. Absehbar sei bislang nur, "dass die geplante Fusion Arbeitsplätze in hohem Maße vernichten wird", schreibt das Gremium in einer am Donnerstag an die Mitarbeiter verschickten Betriebsratsinfo, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und aus der zuerst die "Wirtschaftswoche" zitierte. "Der Betriebsrat fordert die Unternehmensleitung nachdrücklich auf, die Betroffenheiten in Deutschland möglichst gering zu halten."

Die beiden Konzerne hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass nach ihrer Einschätzung bis zu 1250 Stellen abgebaut werden müssen, um das mittelfristige Ziel von 450 Millionen Euro Kosteneinsparungen pro Jahr zu erreichen. Weil in anderen Bereichen 200 neue Jobs geschaffen werden und etwa 350 Stellen innerhalb der Unternehmen verlagert werden sollen, könnten unter dem Strich 700 Arbeitsplätze wegfallen.

"Die Schaffung neuer Stellen oder ein "Abfedern" durch natürliche Fluktuation und die Nichtbesetzung frei werdender Stellen wird hier kaum Abhilfe schaffen", kritisierte der Betriebsrat. Das Gremium forderte, ein Personalabbau sei "sozialverträglich durchzuführen", betriebsbedingte Kündigungen müsse das Unternehmen ausschließen. Letzteres will die Deutsche Börse versuchen, wie Konzernchef Carsten Kengeter dem "Handelsblatt" sagte: Die Börse strebe an, "ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen".

dpa


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