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Welt Zypern wirft Türkei indirekt Bruch des Flüchtlingsabkommens vor
Mehr Welt Zypern wirft Türkei indirekt Bruch des Flüchtlingsabkommens vor
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09:19 29.11.2018
Eine Gruppe syrischer Flüchtlinge, die vor der Küste Zyperns gerettet wurden. Quelle: EPA/STRINGER
Zypern

Der Inselstaat Zypern fühlt sich mit der Zahl der Flüchtlinge allein gelassen. In dem EU-Land ist die Zahl der Migranten einem Bericht der „Welt“ zufolge sprunghaft gestiegen. Die Zahl der Asylanträge hat sich gegenüber 2017 um 55 Prozent erhöht, sagte Außenminister Nikos Christodoulides der Zeitung.

Den Angaben zufolge leben derzeit 7000 Asylberechtigte und zudem in etwa die gleiche Zahl an Asylsuchenden in dem Inselstaat mit seinen 1,1 Millionen Einwohnern. Die meisten von ihnen seien syrische Staatsbürger.

Zyperns Chefdiplomat gab der Türkei eine wichtige Mitschuld an der Entwicklung und warf der Regierung in Ankara indirekt den Bruch bestehender Abkommen vor: „Der wichtigste Ausgangspunkt für die irregulären Migrationsströme ist die Türkei. In dieser Hinsicht verschärft das Versagen der Türkei, den Verpflichtungen aus dem EU-Türkei-Abkommen nachzukommen, um neue Migrationsströme zu verhindern, die Situation“, sagte er. Hinzu komme, „dass die mit Blick auf Zypern fehlende Umsetzung des Rückabnahmeabkommens zwischen der EU und der Türkei uns der Möglichkeit beraubt, Drittstaatenangehörige, die keinen Schutz benötigen, zurückzuschicken.“

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Christodoulides forderte die EU-Länder auf, zusammen mit den Partnern in Afrika die Ursachen der Migration stärker anzugehen und die Zusammenarbeit zu vertiefen. „Das war von Beginn der Migrationskrise an die klare Position Zyperns“, sagte er. Zyperns Innenminister Konstantinos Petrides erklärte der Zeitung, sein kleines Land stoße durch die Zuzüge an seine Grenzen: „Man muss bei einem Land unserer Größe realistisch sein bei den Aufnahmekapazitäten, aber auch hinsichtlich der Möglichkeiten die Menschen zu integrieren.“ Mit Blick auf die Verteilung von Flüchtlingen in der EU, so Petrides, „übertrifft Zypern deutlich seinen gerechten Anteil“.

Von RND/ngo

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