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Welt Zug rammt Lkw – Lokführer schwer verletzt
Mehr Welt Zug rammt Lkw – Lokführer schwer verletzt
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13:58 22.05.2018
Der Anhänger des Lkw habe nach den ersten Erkenntnissen noch auf den Gleisen gestanden, als der Zug sich näherte. Quelle: dpa
Großen-Buseck/Gießen

Bei einer Kollision auf einem Bahnübergang im mittelhessischen Großen-Buseck sind 13 Menschen teils schwer verletzt worden. Ein mit rund 30 Fahrgästen besetzter Regionalzug krachte dort am Dienstagmorgen gegen den Anhänger eines Lastwagens, der noch auf den Gleisen stand. Der Lokführer wurde in seinem Triebfahrzeug eingeklemmt und musste von Rettern befreit werden, wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtete. Er kam schwerst verletzt mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Auch die Zugbegleiterin erlitt schwere Verletzungen. Elf Fahrgäste wurden leicht verletzt. Alle Betroffenen kamen in Krankenhäuser.

Der Lkw-Fahrer soll laut ersten Zeugenaussagen trotz eines Rückstaus den Bahnübergang befahren haben. Er sei auf den Gleisen zum Stehen gekommen, weil ein Lastwagen vor ihm abgebremst habe, berichtete der Sprecher weiter. Dann hätten sich die Schranken geschlossen. Der Mann blieb bei dem Unfall bis auf einen Schock unverletzt - ein Zeuge hatte ihn noch warnen und er noch rechtzeitig sein Fahrzeug verlassen können.

Der Lokführer hatte nach Angaben des Sprechers keine Chance, seinen Zug rechtzeitig zu stoppen. Der Bahnübergang sei nur etwa 200 Meter weit einzusehen, Züge dürften an der Stelle bis zu 100 Stundenkilometer schnell fahren. Der Zug sei erst 300 Meter nach der Kollision zum Halten gekommen. Der Anhänger sei völlig zerfetzt worden.

Für die Bergungsarbeiten wurde der Abschnitt der Bahnstrecke Gießen-Alsfeld (Vogelsbergbahn) bei Großen-Buseck gesperrt und Ersatzbusse eingesetzt. Nach Angaben der Hessischen Landesbahn pendelten die Busse zwischen Großen-Buseck und Reiskirchen.

An dem Bahnübergang ist es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Zusammenstößen zwischen Zügen und Lastwagen gekommen. Es sei der dritte dieser Art, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Zuletzt hatte es dort 2013 einen Unfall mit 26 Verletzten gegeben.

Von dpa/RND

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