Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt So viel Schaden hat Sturm „Friederike“ angerichtet
Mehr Welt So viel Schaden hat Sturm „Friederike“ angerichtet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:30 28.02.2018
Hunderte umgestürzte Bäume in einem Wald bei Kalefeld.  Quelle: dpa
Hannover/Solling

   Einen Monat nach Orkan Friederike herrscht weitgehend Klarheit über die Schäden in Niedersachsens Wäldern. Betroffen ist besonders Südniedersachsen. Allein im Landeswald riss der Orkan rund eine Million Kubikmeter Holz um. Vor allem Fichten knickten ab, sagte der Sprecher der Landesforsten, Michael Rudolph. Hinzu kommen erhebliche Schäden in Privatwäldern und im Nationalpark Harz. Der Norden Niedersachsens blieb dagegen weitgehend von Friederike verschont.

 Besonders schwer traf es Mitte Januar den Solling, sagte der Forstsprecher. Dort seien so viele Bäume umgeworfen wurden wie zuletzt Anfang 2007 durch den Orkan „Kyrill“. Alleine im Forstamt Neuhaus riss Friederike rund 300.000 Kubikmeter Holz um, etwa genausoviel wie in den Landesforsten im Harz.  

Auch in Hannover hatte Sturm Friederike zahlreiche Schäden verursacht und mehrere Verletzte gefordert.

Die Gesamtmenge des durch Friederike verursachten Sturmholzes entspreche etwa 60 Prozent der planmäßigen jährlichen Ernte, sagte Forstsprecher Rudolph. Damit kein Überangebot auf dem Holzmarkt entsteht, verzichteten die Landesforsten ab sofort auf den Einschlag stehender Fichten. 

Und um das Sturmholz nicht auf einen Schlag auf den Markt werfen zu müssen, richten die Landesforsten derzeit zahlreiche Lagerplätze ein, wo die Stämme in Folien aufbewahrt werden. So soll das Austrocknen der Stämme und ein Befall mit Borkenkäfern oder Pilzen verhindert werden. Im Kellwassertal in der Nähe der Okertalsperre im Harz wird ein besonders großer Sammelplatz eingerichtet. Dort sollen die Fichtenstämme rund um die Uhr bewässert werden, um das Holz frisch zu halten.

 Im länderübergreifenden Nationalpark Harz seien bis zu 70.000 Kubikmeter Fichten umgeworfen worden, sagte Sprecher Friedhart Knolle. Die Aufräumarbeiten konzentrierten sich derzeit auf die Bereiche des Nationalparks, die an forstlich genutzte Wälder grenzen, um einen Befall der umgestürzten Stämme mit Borkenkäfern zu verhindern. Dies sei aber vor allem in den Hochlagen nicht leicht. Viele Bäume seien im Januar in den damals weichen Boden eingeschlagen und dort mittlerweile festgefroren. „Selbst starke Seilschlepper bekommen diese Bäume nicht vom Boden gelöst“, sagte Knolle.

 Während die Straßen in den Mittelgebirgen inzwischen weitgehend passierbar sind, sieht es auf vielen Waldwegen noch anders aus, sagte der Vizepräsident der Landesforsten, Klaus Jänich. Die Aufräumarbeiten könnten noch mehrere Wochen dauern. Zudem bestehe nach wie vor die Gefahr, dass angebrochene Äste herabstürzten und ganze Bäume umfallen. Bei der Wiederaufforstung der betroffenen Gebiete wollen die Landesforsten vor allem Laubbäume anpflanzen, um die Wälder zu stabilisieren.

Von dpa

Welt Leerstehende Häuser - Feuer im Wollepark ausgebrochen

Ein Brand ist in der Nacht zu Dienstag in einem unbewohnten Gebäude im Delmenhorster Brennpunktviertel Wollpark ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. 

28.02.2018

Ein Gericht in Peru hat den Weg für einen neuen Prozess gegen Ex-Präsident Alberto Fujimori freigemacht. Hintergrund des Prozesses ist Fujimoris mutmaßliche Verwicklung in ein Massaker im Jahr 1992, bei dem 25 peruanische Staatsbürger ums Leben gekommen waren.

22.02.2018

Für Anke Rehlinger ist der Mitgliederentscheid in der SPD kein Selbstläufer. Sie geht zwar von einer Zustimmung für die Große Koalition aus, doch die Partei müsse auf die Kritiker eingehen. Personaldebatten sollten ohnehin vermieden werden.

22.02.2018