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Wissen Wilderer töteten 2016 mehr als 1000 Nashörner
Mehr Welt Wissen Wilderer töteten 2016 mehr als 1000 Nashörner
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19:57 27.02.2017
Zwei der vielen Opfer menschlichen Irrglaubens: In Asien ist Pulver aus dem Horn der Tiere als Aphrodisiakum beliebt. Quelle: Inkwe Valley Game Lodge
Johannesburg

Wilderer haben in Südafrika 2016 mehr 1000 Nashörner getötet. Die Zahl der illegal erlegten Tiere ist im Vergleich zum Vorjahr von 1175 auf 1054 um etwa 10 Prozent gesunken. Der Rückgang ist der Regierung zufolge vor allem auf eine bessere Bekämpfung der Wilderei im bei Touristen beliebten Krüger-Nationalpark zurückzuführen.

Auch wurden mehr als doppelt so viele Wilderer und Mittelsmänner festgenommenen, wie das Umweltministerium am Montag mitteilte. Die Zahl der Festnahmen stieg von 317 im Jahr 2015 auf 680 im vergangenen Jahr.

Keratin – das gleiche Material wie beim menschlichen Fingernagel

Am meisten Nashörner wurden auch 2016 wieder im Krüger-Nationalpark im Nordosten des Landes getötet. Ranger fanden 662 Nashorn-Kadaver. 2015 waren es noch 826 gewesen. Das Umweltministerium zeigte sich jedoch besorgt, da 2016 auch 46 Elefanten getötet wurden.

Der Handel mit Horn ist auf internationaler Ebene seit rund vier Jahrzehnten verboten. Auf dem Schwarzmarkt zahlen Kunden aber etwa 60.000 Euro pro Kilogramm. Vor allem in China und Vietnam ist das Horn gefragt: Ihm werden dort aphrodisierende und heilende Kräfte zugeschrieben. Dabei besteht das Horn aus Keratin, dem gleichen Material wie menschliche Fingernägel. Weltweit gibt es schätzungsweise noch etwa 25.000 Nashörner in freier Wildbahn, die allermeisten davon in Südafrika.

Von RND/dpa